• aaaaaaaaargh@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    68
    ·
    edit-2
    2 days ago

    Landwirte: bauen in Bundeslandgröße Futtermais für Massentierhaltung an

    BR-Schlagzeile: PV-Anlagen nehmen uns den Platz weg!!!11

    Ist glücklicherweise “nur” clickbait und der Artikel ist etwas unverzerrter geschrieben, aber diese tendenziösen Überschriften braucht es nicht in einem von Steuergeldern bezahlten Medium.

  • credics@sh.itjust.works
    link
    fedilink
    English
    arrow-up
    34
    ·
    2 days ago

    Mal ganz abgesehen von den Ackerflächen für die Futterproduktion, aktuell werden 6,5% der Bundesfläche für die Produktion von Energiepflanzen eingesetzt. Die haben jedoch eine 10-20 mal niedrigere Energiedichte als PV. Wenn wir alleine diese Flächen von Energiepflanzen auf EE umstellen, können wir Deutschland komplett mit Erneuerbarem Strom versorgen… https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2211467X24002116

  • it_depends_man@lemmy.world
    link
    fedilink
    arrow-up
    31
    arrow-down
    2
    ·
    2 days ago

    Nochmal die Erinnerung das 60% der Ackerfläche für Tiernahrung “benötigt” wird.

    https://www.dvtiernahrung.de/aktuelles-detail/zu-viel-fuer-futteranbau-in-deutschland-agrarflaechen-und-ihre-nutzung

    Wenn “die Fläche knapp wird”, könnte man da sparen, dann kostet das halbe Kilo Hack nicht mehr drei Euro, sondern vier. Wenn man das clever machen würde, könnte damit sogar mehr Geld verdienen, das “Problem” ist nur das in Ställe investiert wurde, die abbezahlt werden müssen.

    • schnokobaer@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      25
      ·
      edit-2
      1 day ago

      Ich finde es wird noch besser, wenn man sich klar macht, dass 20% deutscher Agrarflächen ohnehin bereits exklusiv für die energetische Verwertung verwendet werden. Das sind 2,34 Millionen Hektar. 2/3 für Biogas, 1/3 für Biokraftstoffe.

      Mais liefert bei beträchtlichem Arbeitsaufwand und unbestreitbaren Schäden für Böden, Grundwasser und Biodiversität durch Monokultur, Dünger- und Pestizideintrag im Endeffekt 15-22 MWh(el)/Ha*a. Das ist ungefähr 2% der Ausbeute von Freifeld-PV-Anlagen (700-1.200 MWh/Ha*a), die wohlgemerkt auf wilden Wiesen stehen können, mit weniger bis keinen Schäden für Böden, Grundwasser und Biodiversität.

      Mal bewusst völlig überspitzt ausgedrückt: von den 1.570.000 Hektar, die aktuell für Biogas verwendet werden (das ist übrigens die Fläche von Schleswig-Holstein), könnte man 70.000 Hektar in PV-Anlagen umwandeln und 1.500.000 Hektar renaturieren, ohne dass irgendwo ein einziges Maiskorn als Nahrungs- oder Futtermittel fehlen würde, und man erntet damit mehr als die doppelte menge an elektrischer Energie, Speichermöglichkeit vor Ort oder im Netz vorausgesetzt.

      Agrarfläche wurde bereits lange vor Freiflächen-PV-Anlagen maßlos verschwendet. Deswegen ist sie vermeintlich knapp. Mit PV-Anlagen könnte man das Problem entschärfen, wenn man wollte.

      • suff@piefed.social
        link
        fedilink
        English
        arrow-up
        1
        ·
        22 hours ago

        Wie viel von der Aclerfläche ist für gebräuchliche Lebensmittel zu verseucht/verunreinigt? Ist Weidefläche auch Ackerfläche?

  • brainwashed@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    13
    ·
    edit-2
    1 day ago

    Hohe Pachtpreise für Äcker Bis zu 3.000 Euro Pacht pro Hektar versprechen Solarunternehmen im Jahr. Das ist oft mehr als das Dreifache von dem, was Landwirte bisher zahlen. Grund: Auf Ackerböden lassen sich die Anlagen viel kostengünstiger installieren als auf dem Dach.

    Ich kann aus Erfahrung innerhalb der Familie bestätigen, dass Landwirte ca. nen Apfel und nen Ei für die Pacht landwirtschaftlicher Flächen zahlen. Warscheinlich würden sie, schon wenn sie die Flächen brach liegen lassen würden, mehr Subvention von der EU bekommen, als sie an Pacht zahlen. Das ist nicht schwer zu überbieten. Der Markt regelt.

    • jagermo@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      11
      ·
      2 days ago

      Die gibt es auch in Bayern, AgriPV ist win win win:

      Win 1: Bauer erzeugt Strom und ist damit unabhängiger vom Preis des jeweiligen Anbauproduktes

      Win 2: Bauer kann besser entscheiden, was er anbaut und muss nicht Aug Ertragsmaximierung samt Bodenausbeute gehen (plus weniger Dünger)

      Win 3: unter den Anlagen entstehen Kräuzer- und Blühstreifen während sich der Boden regeneriert.

      Wer behauptet, dass Solar Ackerland kaputt macht, der/die lügt, schlicht und einfach.

      • tofu@lemmy.nocturnal.garden
        link
        fedilink
        arrow-up
        4
        ·
        1 day ago

        Solar in der häufigsten Umsetzung halt schon. AgriPV ist großartig, aber scheint sich nicht zu rechnen, sonst wäre es überall. Kann mir auch vorstellen, dass Förderungen etc da anders gelten.

        • Wrufieotnak@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          4
          ·
          edit-2
          1 day ago

          Achtung Laienwissen: ist wohl vor allem ein rechtliches Problem. Entweder es ist als Agrarland deklariert und darf nicht bebaut werden oder es ist als Bauland deklariert.

          Und dann zählt es vmtl. anders in der Steuer und für Subventionen.

          Und das der Großteil unserer Bauern jetzt nicht gerade fortschrittlich/änderungsfreundlich eingestellt ist, haben wir in den letzten Jahren doch mitbekommen.

    • Weingeist@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      2
      arrow-down
      1
      ·
      1 day ago

      Diese Anlagen sind aber nicht umsonst und treiben die Kosten signifikant in die Höhe. Und Gewinne im Ertrag der Früchte können das nicht ansatzweise kompensieren.