Vor 8 Jahren war der Spruch auch schon ultra scheisse.
Ich finde es gut, dass diese Menschen ihre Einstellung vertreten. Die angegebenen Begründungen sind aber wirklich anstrengend lächerlich. Russland steht ja nicht bei uns an der Grenze?
Am besten erst was machen, wenn es zu spät ist?
Ich beziehe keine Position, sondern kritisiere lediglich das Argument
Ich finde es nicht gut, wie medial verschiedene Themen vermischt werden: Es gibt einen Unterschied zwischen der Debatte um die Verteidigungsfähigkeit des Landes in Zeiten globaler Kriege und der konkreten Ausgestaltung und Gerechtigkeit der Wehrpflicht.
Das wird hier fleißig verkuddelmuddelt: Es kann ja ok sein, dass alle Bürger einen Beitrag zur Verteidigung des Landes leisten, aber gleichzeitig z.B. nicht, dass man nur alle Leute, die Thomas und Benno heißen für einen 20jährigen Wehrdienst einberuft. Und es gibt auch einen Unterschied zwischen Landesverteidigung gegen russische Aggression und diesen sinnfreien und erfolglosen Einsätzen in Afghanistan und Mali
Ich bin persönlich auch kein Freund der Wehrpflicht, aber diese mit der Argumentation abzulehnen das einen ja schon die Länder um uns herum beschützen würden hat ein gewisses Geschmäckle…
Hätte man jetzt argumentiert, dass wir die Bundeswehr attraktiver machen müssten, und mehr auf technische Lösungen setzen (Drohnenschwärme, Roboter, Cyberkriegsführung) dann könnte ich mich der Sache eher anschließen… aber so?
auch diese Systeme wollen entwickelt und irgendwann mal gesteuert werden. Und es ist ja nicht so, als würde die Bundeswehr nicht auch genau daran arbeiten.
Problem ist nur: Wie alle anderen Fakten kommen diese bei den Menschen schlicht nicht mehr an. Da muss man ja nur grob das Thema “Bundeswehr” andeuten und schon kommen entweder Verweise auf “schlechte Ausrüstung” oder eben direkt das “ich will nicht töten”-Mantra - was umso trauriger ist, da die Bundeswehr im internationalen Kontext eine der angesehensten Armeen der Welt ist - eben WEIL sie eine so hohe, moralische Latte hat (ich sag nur das Soldatengesetz und “es ist deine Pflicht, einen Befehl, der klar erkennbar gegen das Grundgesetz oder die Menschenrechte verstößt, zu verweigern und es zu melden”). Auch das weiß hierzulande fast niemand.
Hätte man jetzt argumentiert, dass wir die Bundeswehr attraktiver machen müssten, und mehr auf technische Lösungen setzen (Drohnenschwärme, Roboter, Cyberkriegsführung) dann könnte ich mich der Sache eher anschließen… aber so?
Das ist ja kein entweder oder. Deutschland bzw die Bundeswehr (und die Rüstungsindustrie…) schaut schon hin, was in Ukraine passiert. Aber selbst dort haben Drohnen keine Menschen final abgelöst, denn sonst hätten die Ukrainer keinen Personalmangel.
Ich weiß ja nicht, ob ich Drohnenschwärme und Roboter für Kriegsführung eine so gute Idee finde. Die scheiße ist absolut dystopisch.
Natürlich ist das komplett dystopische Kacke… aber im Endeffekt läuft doch alles darauf heraus wie man bei möglichst geringen eigenen Verlusten die Gegenseite am besten bluten lassen kann. Schön? Nein. Aber die Büchse der Pandora ist nun mal geöffnet…
Interessante Ansicht, man könnte einen Krieg mit Russland verhindern, indem man genau das macht, was die gemacht haben, die von Russland überfallen worden sind. Nein, wir sind Deutschland! Unsere diplomatische Stimme hat Gewicht! Und wenn das Nachbarhaus brennt, dann ist das kein Feuer, weil es mein Haus ja nicht erreicht hat.
So gut wie alle Lehren der Geschichte lassen nur einen traurigen Schluss zu: in allerletzter Instanz zählt nur militärische Stärke, was nicht heißt, dass es das einzige ist es zählt, oder das man diese Option selber als erster nutzen sollte - aber ohne die glaubhafte Option sind die anderen weitaus weniger wertvoll
tagesschau.de: Was ist, wenn die Diplomatie scheitert - zum Beispiel mit Russland?
Kramer: Die Russische Föderation steht nicht an der Grenze Deutschlands. Anders als die Menschen in der Ukraine haben wir noch die Möglichkeit, einen Krieg zu verhindern.
Auch ein spannender Teil des Interviews. Effektiv heißt das, sich darauf zu verlassen dass die Polen im Zweifel schon dafür sorgen werden dass kein russischer Panzer die Oder überquert. Wie Diplomatie ohne der entsprechenden Hardpower in der Hinterhand gegen solches Vorgehen wie Russlands in der Ukraine helfen kann ist mir schleierhaft.
Die EU hat die „Handpower“. Russland ist durch konventionelle Kriegsführung echt keine Bedrohung für DE, das anzunehmen ist komplett insane.
Genau den Teil meinte ich, kopieren auf dem Smartphone hat leider nicht geklappt
Lehren der Geschichte lassen nur einen traurigen Schluss zu
Es gibt noch einen. Deutsche wurden durch Propaganda motiviert, in einem Krieg auf der falschen Seite zu kämpfen.
Inzwischen ist klar, dass die USA nicht nur für Freiheit und Demokratie Kriege führen oder Regime Changes vorbereiten.
Die USA haben in der Ukraine bis 2014 Milliarden in NGOs investiert. Im Gegensatz zu Deutschland wurden viele, wenn nicht alle Waffen von den USA an die Ukraine verkauft und nicht gespendet.
Die Interessen der Länder sind nicht wirklich so, dass Russland für Gebietsgewinne Europa angreifen würde. Wehrpflicht braucht man für Szenarien, in denen Europa nicht die Guten sind. Nur wie diskutiert man das, wenn wir die Guten und Russland die Bösen sind und jeder andere Gedanke sich wie Verrat anfühlt?
Was willst du mit deinem Beitrag erklären? Warum kommst du plötzlich mit den USA?
Die Interessen der Länder sind nicht wirklich so, dass Russland für Gebietsgewinne Europa angreifen würde.
Selbst wenn diese Aussage stimmt (und da ich sie ähnlich von russischen Sprachrohren gehört habe, gerne ich davon aus, dass sie nicht stimmt), ist da ja auch eine dumme Einschränkung bzgl Geländegewinnen drin. Den Russland greift die Ukraine ja angeblich auch nur deshalb an, um dort Minderheiten zu schützen / Nazis zu entmachten etc
Wir durften uns ja noch Stunden vor der Invasion anhören, Russland würde ja NIEMALS Ukraine überfallen.
(und da ich sie ähnlich von russischen Sprachrohren gehört habe, gerne ich davon aus, dass sie nicht stimmt)
Das ist Crazy.
Warum kommst du plötzlich mit den USA?
Wegen der Propaganda. Wir müssen nicht noch mal von Propaganda geblendet in einen Krieg laufen. Wenn man die echten Interessen kennt, weiss man, wie wirksame Deeskalation möglich ist.
Es sind ja nicht 100% der Ukrainer für einen EU Beitritt sondern nur die Mehrheit. Damit diese Mehrheit stabil war, wurde viel Geld investiert.
In December 2013, she said in a speech to the US–Ukraine Foundation [uk] that the U.S. had invested over $5 billion on democratic skills and institutions, civic participation, and good governance in Ukraine since 1991.
https://en.wikipedia.org/wiki/Victoria_Nuland
In Zeiten von hybriden Kriegen dürfte dies Teil der Geschichte des Konflikts sein und die Bewertung beeinflussen. Die Geschichte fängt aber meist 2014 an.
Wir durften uns ja noch Stunden vor der Invasion anhören, Russland würde ja NIEMALS Ukraine überfallen.
Was uns erzählt wird ist eben nur ein Teil der Fakten. Die Menschen in Deutschland hätten anders gewählt wenn klar gewesen wäre, dass die Entwicklung in der Ukraine kein Nebenthema war.
Nur leider interessiert sich niemand für die Meinung der betroffenen. Die dürfen nicht entscheiden ob sie in einem Krieg sterben oder nicht.
Grundwehrdienstleistende KÖNNEN NICHT gegen ihren Willen im Kriegseinsatz eingesetzt werden. WENN überhaupt, dann muss einer von denen, nachdem die Grundausbildung abgeschlossen ist, SELBST und AUS EIGENEN STÜCKEN hingehen und sagen “ich will da hin!” und darf dann, für eine begrenzte Zeit, in den Einsatz (und verbleibt dann üblicherweise den gesamten Einsatz über im Feldlager).
Schon lustig, dass sich diese Lüge vom blaubraunen AfDreck und den BSWichsern immer weiter in den Köpfen hält.
Die Annahme, dass das so bleiben würde im Kriegsfall ist halt etwas absurd. Das geht dann ganz schnell bei Bedarf und dann gibts auf einmal Pflichteinsatz für alle mit Grundausbildung.
Die Annahme, dass in diesem Fall nur Menschen mit Grundausbildung eingezogen werden ebenfalls. Bei Bedarf genügt dann auch etwas weniger Zeit zur Basisausbildung.
bei einem Kriegsfall geht es dann aber um die LandesVERTEIDIGUNG.
Das ist ein himmelweiter Unterschied. Davon ab sollte man dann auch in Betracht ziehen, WER denn die Leute, die hier von den (perspektivisch gesehen) Russen, die sich, wie man sieht, einen Dreck um Völkerrecht und gute Behandlung von Kriegsgefangenen kümmern, sich dafür aber die “schönsten” Mädels rauspicken und mit denen Dinge tun, an die ich nicht einmal denken will, geschützt werden sollen noch verteidigen oder eben bewahren soll?
Der Herr oder wer auch immer bewahre, dass wir JEMALS wieder in so eine Situation kommen, aber WENN, dann braucht es eben Leute, die WISSEN, was sie tun, mit beiden Füßen auf dem Boden unserer Verfassung stehen und das machen, wovor eben jene Zauderer als “trau ich mich nicht” zurückweichen. Eben DAMIT jene Zauderer auch noch ein Morgen haben, in dem sie in Freiheit aufwachen können.
Du kannst Texte übrigens auch formatieren. Unterstriche setzen Wörter z.B. kursiv. Dann sieht es nicht so aus, als würdest du deinem Gegenüber mitten im Satz ins Gesicht schreien.
Seit wann ist Krieg denn zwangsläufig Verteidigung?
Was hält Deutschland davon ab einen Angriffskrieg zu starten oder daran Teil zu nehmen? In 2-3 Wahlzyklen kann sich viel verändern in unserer “Demokratie”, da wäre ich lieber frühzeitig vorsichtig. Kein Gesetz, keine Verfassung ist absolut und unveränderbar.
Krieg anfangen machste am besten nicht mit Wehrpflichtigen.
Russland hat auch erst seine halbe Berufsarmee verbraten, bis die Teilmobilisierung in Kraft getreten ist.
Wichtige Info, wusste ich echt nicht.
Die dürfen nicht entscheiden ob sie in einem Krieg sterben oder nicht.
Nicht falsch verstehen, aber ist das nicht das Dilemma des Krieges?
Entweder man geht die Gefahr ein dass man (sehr) wahrscheinlich im Kampf getötet wird, oder man enthält sich und wird auch sehr wahrscheinlich getötet, oder lernt eine neue Sprache und schwört auf das Spaghettimonster.Oder man flieht.
Wohin?
Dystopisch: USA ist im Krieg mit China. Russland hat die Ukraine eingenommen und kämpft mit Nordkorea in Europa gegen Europa, wohin flieht man dann?Das muss man entscheiden wenn es soweit ist. Das was du schreibst ist ja keine Gewissheit. Erstmal würde ich sogar davon ausgehen das es in Europa keine weiteren Kriege gibt, das halte im im Moment für am wahrscheinlichsten.
Brudi, der Film hat eine 4,6… Also Frage ich: wann brechen wir auf?
Wäre ich noch Deutschland, würde ich bei so einer Demo sein. Ich würde für Deutschland nie freiwillig sterben und mit Nazis will ich sowieso nicht dienen.
Wäre meine Erfahrung in Deutschland weniger rassistisch gewesen, hätte ich mir da eine Zukunft vorgestellt aber so wie es schon seit Jahrzehnten ist, gibts da für mich absolut gar nichts zu verteidigen.







