Kostendruck und Personalnot zwingen die Ämter zum Handeln. Doch kurzfristige Kürzungen und bloße KI-Pflaster drohen die digitale Transformation zu ersticken.
IT ist halt mittlerweile die Infrastruktur, auf der alles läuft. Und es ist absolut zum wahnsinnig werden, dass so viele Entscheider das immer noch nicht gerafft haben und dann dort an genau der falschen Stelle sparen. Ein langsamer Rechner behindert halt hart beim Arbeiten. Menschen verdienen tausende Euro im Monat und müssen dann den ganzen Tag an einer ollen langsamen Möhre hocken, die aktiv den Arbeitserfolg sabotiert. Und mit ein paar Euro für ordentliche Hardware könnte man viel erreichen
Das klingt eher, als ob das ein Prozess- und vermutlich dann auch ein verwandtes Software-Problem ist.
Klar, in neue Rechner investieren wäre auch nicht doof. Ich hab von meiner Arbeit eine kräftige Lenovo Workstation bekommen was glaub ~3000€ kostet und 36 Monate Abschreibungszeit hat, also etwas mehr als 80€ pro Monat. Privat würde ich mir das nicht holen, aber professionell ist das ein kleiner Posten. Ich mach aber auch intensive Datentransformationen in-memory, bei denen ich erst bastel und dann optimier.
Für die meisten Anwender reicht wahrscheinlich was deutlich leichteres. Entsprechend wäre ein Hardware-Upgrade vermutlich eine bezahlbare Idee, um wenigstens etwas bessere Performance zu bekommen. Gerade mit Thin Clients braucht es ja prinzipiell nicht arg viel. Umgekehrt müsste man dann für robuste und leistungsfähige Netzwerke und Server sorgen. Bringt nix, wenn der Rechner noch so schnell ist, wenn ich bei einer Remote Desktop Anwendung erstmal nach jedem Klick fünf bis zehn Sekunden warten muss, bis meine Klicks verarbeitet werden… grummel grummel ich will meine lokale Version zurück
Der Trick ist, dass ein paar Euro für bessere Hardware eben auch nicht viel bringen. Man hat ja schon beim Digitalisierungsverfahren selber gespart, damit es das selbe analoge System bleibt, aber jetzt halt PCs um der Benutzung von PCs willen benutzt. Denn sobald man “digitalisiert” hat, kann man ja für noch mehr Sparmaßnahmen argumentieren (nur dafür, haben wir das doch gemacht, oder?).
Deutschland spart, um zu sparen, damit wir mehr sparen können… was woll schon schiefgehen?
Man hat ja schon beim Digitalisierungsverfahren selber gespart, damit es das selbe analoge System bleibt
Schlimmer. Man digitalisiert die Aspekte, die sich einfach digitalisieren lassen (Überprüfung der Einhaltung formaler Regeln), die in der analogen Praxis auch gerne mal links liegen gelassen wurden, um Vorgänge eben unbürokratisch zu erledigen, weil es eh niemand überprüft hat. Sobald jede auch noch so sinnlose formale Regel von einer Software erzwungen wird, führt das zu einer Vervielfachung der tatsächlichen Bürokratie, weil man nicht mehr abkürzen kann.
IT ist halt mittlerweile die Infrastruktur, auf der alles läuft. Und es ist absolut zum wahnsinnig werden, dass so viele Entscheider das immer noch nicht gerafft haben und dann dort an genau der falschen Stelle sparen. Ein langsamer Rechner behindert halt hart beim Arbeiten. Menschen verdienen tausende Euro im Monat und müssen dann den ganzen Tag an einer ollen langsamen Möhre hocken, die aktiv den Arbeitserfolg sabotiert. Und mit ein paar Euro für ordentliche Hardware könnte man viel erreichen
Das klingt eher, als ob das ein Prozess- und vermutlich dann auch ein verwandtes Software-Problem ist.
Klar, in neue Rechner investieren wäre auch nicht doof. Ich hab von meiner Arbeit eine kräftige Lenovo Workstation bekommen was glaub ~3000€ kostet und 36 Monate Abschreibungszeit hat, also etwas mehr als 80€ pro Monat. Privat würde ich mir das nicht holen, aber professionell ist das ein kleiner Posten. Ich mach aber auch intensive Datentransformationen in-memory, bei denen ich erst bastel und dann optimier.
Für die meisten Anwender reicht wahrscheinlich was deutlich leichteres. Entsprechend wäre ein Hardware-Upgrade vermutlich eine bezahlbare Idee, um wenigstens etwas bessere Performance zu bekommen. Gerade mit Thin Clients braucht es ja prinzipiell nicht arg viel. Umgekehrt müsste man dann für robuste und leistungsfähige Netzwerke und Server sorgen. Bringt nix, wenn der Rechner noch so schnell ist, wenn ich bei einer Remote Desktop Anwendung erstmal nach jedem Klick fünf bis zehn Sekunden warten muss, bis meine Klicks verarbeitet werden…
grummel grummel ich will meine lokale Version zurück
Der Trick ist, dass ein paar Euro für bessere Hardware eben auch nicht viel bringen. Man hat ja schon beim Digitalisierungsverfahren selber gespart, damit es das selbe analoge System bleibt, aber jetzt halt PCs um der Benutzung von PCs willen benutzt. Denn sobald man “digitalisiert” hat, kann man ja für noch mehr Sparmaßnahmen argumentieren (nur dafür, haben wir das doch gemacht, oder?).
Deutschland spart, um zu sparen, damit wir mehr sparen können… was woll schon schiefgehen?
Schlimmer. Man digitalisiert die Aspekte, die sich einfach digitalisieren lassen (Überprüfung der Einhaltung formaler Regeln), die in der analogen Praxis auch gerne mal links liegen gelassen wurden, um Vorgänge eben unbürokratisch zu erledigen, weil es eh niemand überprüft hat. Sobald jede auch noch so sinnlose formale Regel von einer Software erzwungen wird, führt das zu einer Vervielfachung der tatsächlichen Bürokratie, weil man nicht mehr abkürzen kann.