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Cake day: February 7th, 2025

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  • Das klingt eher, als ob das ein Prozess- und vermutlich dann auch ein verwandtes Software-Problem ist.

    Klar, in neue Rechner investieren wäre auch nicht doof. Ich hab von meiner Arbeit eine kräftige Lenovo Workstation bekommen was glaub ~3000€ kostet und 36 Monate Abschreibungszeit hat, also etwas mehr als 80€ pro Monat. Privat würde ich mir das nicht holen, aber professionell ist das ein kleiner Posten. Ich mach aber auch intensive Datentransformationen in-memory, bei denen ich erst bastel und dann optimier.

    Für die meisten Anwender reicht wahrscheinlich was deutlich leichteres. Entsprechend wäre ein Hardware-Upgrade vermutlich eine bezahlbare Idee, um wenigstens etwas bessere Performance zu bekommen. Gerade mit Thin Clients braucht es ja prinzipiell nicht arg viel. Umgekehrt müsste man dann für robuste und leistungsfähige Netzwerke und Server sorgen. Bringt nix, wenn der Rechner noch so schnell ist, wenn ich bei einer Remote Desktop Anwendung erstmal nach jedem Klick fünf bis zehn Sekunden warten muss, bis meine Klicks verarbeitet werden…
    grummel grummel ich will meine lokale Version zurück





  • Sicherheit ist nie absolut. Das Ziel ist stets nur, die erwarteten Kosten eines hypothetischen Angriffs relativ zum potenziellen Gewinn so weit zu steigern, dass ein rationaler Angreifer es gar nicht probieren will. Das gilt in der IT, das gilt bei Home Security, und genauso auch in der Verteidigungspolitik. Insbesondere industrielle Kriegssysteme richten oft viel Schaden an der Infrastruktur aus, was den Gewinn schmälert.

    Das setzt natürlich vom (potenzielllen) Angreifer zwei Dinge voraus: Zum einen muss er diese Kosten entsprechend abschätzen können. Am Beispiel des Kriegs: die Verteidigungsmacht muss sichtbar sein und er muss seine eigene Stärke kennen, Logistik und die üblichen Reibungsverluste eingerechnet.

    Zum zweiten kann es natürlich irrationale oder zumindest nicht auf greifbaren Gewinn ausgelegte Angriffe nicht (zuverlässig) abschrecken. Glaubenskriege, innenpolitische Notwendigkeit eines Autokraten, sich als stark und kriegstüchtig darzustellen, Ablenkung von anderen Krisen, Stärkung der Kriegsindustrie (auf Kosten der Menschenleben die der hungrigen Kriegsmaschine gefüttert werden), Nationalismus, blanker Größenwahn und einige andere Anlässe können auch zu Krieg verleiten, wenn er keinen direkten Profit verspricht.

    Und wenn ein Krieg erst begonnen ist, ist es oft schwierig, ihn diplomatisch wieder beizulegen: Emotionen, Wunsch nach Vergeltung, Sunk Cost Fallacy oder Gesichtswahrung für den Angreifer, Reparationsforderungen für den Verteidiger und die Tatsache, dass Krieg selbst bereits einen Zusammenbruch diplomatischer Beziehungen darstellt, machen es oft schwer, Verhandlungen überhaupt aufzunehmen.

    Krieg sollte ein Relikt eines vergangenen Zeitalters sein, in dem man wenigstens ein Feigenblatt der Gewinnerwartung vorhalten konnte und die Abwesenheit moderner Kommunikations- und Transportmittel oder internationaler Diplomatieforen (z.B. UN) das Verhandeln schwieriger machte. Trump und Netanjahu gehören in ein Museum als Ausstellungsstücke einer vergangenen, primitiveren Zeit, nicht in Machtpositionen.

    Und Zionismus ist ein ideologischer Krebs.


  • Also ich rempel jetzt keine Omis um…

    Ich glaub ich hab noch keine Omi gesehen, die sich in den Bus drängt. Tendenziell haben die eher Schwierigkeiten, überhaupt alleine reinzukommen. Da macht das umrempeln ja keinen Spaß, wenn das zu einfach ist 😉

    Kinder hau ich auch im Allgemeinen nicht um. Zumindest nicht aktiv. Kann ich ja nix dafür, wenn sie von mir abprallen, weil ich nicht schnell genug aus dem Weg geh… Aber meistens will ich da hoffen, dass es mehr kindlicher Übermut als Egoismus ist, und eine Ermahnung oder Erinnerung “Erst aussteigen lassen, dann is auch mehr Platz” noch fruchtet. Hat auch meistens den gewünschten Effekt.

    Teenies… Naja, der eine oder andere schimpft mir vielleicht hinterher, weil er sich eher profilieren will. “Die Jugend von heute” ist da nicht arg anders als die Jugend von als ich noch Jugend war.

    Nur bei Erwachsenen werd ich kaltschnäuzig. Ich kann einen Rempler ab, da trifft es dann lieber mich als dass jemand kleineres umgerannt wird weil Dieter Wichtigmann keine Zeit für uns Nebencharaktere hat.

    (Der Maskulin ist hier jeweils bewusst gewählt — ich hatte einmal eine Frau, die da gedrängelt hat, aber insgesamt den Eindruck, dass das eher eine Männer-Marotte ist. Kann natürlich auch sein, dass das nur mein Male Privilege ist.)

    Ja, die leben ja manchmal auch nicht antizyklisch, sondern fahren zu Berufsverkehrzeiten.

    Oder machen zu “morgens schnell auf dem Weg zur Bahn noch ein Frühstück holen” Zeiten erstmal gemütlich zusammen Großeinkauf. Zwei Wagen voll, und der arme Herr hat fortgeschrittenen Parkinson. Da ist helfen dann plötzlich gar nicht mehr so selbstlos…

    Kann natürlich auch Masche sein, dass man sich auf die Weise die Hilfe ungeduldiger Pendler sichert, aber wenn ich immer nach bösen Motiven suche werd ich menschenfeindlich. Hab ich lang getan, kann ich nicht weiterempfehlen. Null Sterne, das kurze Gefühl der Überlegenheit ist einfach die dauernde Misere nicht wert. Deshalb bin ich da eher bei dir:

    Die machen das aber nicht aus Boshaftigkeit.

    Wenn ich eine Begründung suchen müsste, würde ich annehmen, dass sie aus jahrelanger Gewohnheit immer noch zu ähnlichen Zeiten aufstehen. Und warum die Zeit dann nicht nutzen? Dass andere da mehr Zeitdruck haben geht dann vielleicht tatsächlich irgendwo unter. Will ich ihnen nich übel nehmen.

    Und ein, zwei dumme Entscheidungen haben im Straßenverkehr ja oft überproportional große Auswirkungen.

    Gerade bei Berufsverkehr fliegen so manche Margen halt ausm Fenster. Wenn du bei Stau langsam rollst statt Stop-and-Go fängt irgendein Arsch an zu hupen oder schert vor dir in die Lücke als ob ihm das irgendwie Zeit spart. Wenn du großzügig Sicherheitsabstand bewahrst ebenso.

    Ich versteh ja, dass das Selbstbeherrschung fordert, nicht direkt aufzuschließen (wobei das leichter wäre, wenn alle das so machen), aber wer sich schon nicht selbst beherrschen kann, sollte vielleicht auch kein Auto beherrschen dürfen.

    Aus persönlicher Erfahrung sind manche Regeln glaub aber vielen einfach nicht geläufig oder bewusst. Meine Schwiegermutter fragt allen erstens, warum die denn bei Stau alle so weit zur Seite fahren. Rettungsgasse? “Hab ich noch nie gemacht.” Beim Reißverschluss möglichst bis zum Ende ausfahren, statt vorher schon rüberzudrängeln? Offenbar auch Blödsinn.

    Ich frag mich auch, wie viele wissen, wie man mit kreuzenden Fußgängern an rechts-vor-links Kreuzungen umzugehen hat. Mein Fahrlehrer hat mir da mal eindrücklich einen Einlauf verpasst: Wenn jemand die Straße überquert, auf die du einbiegst, gilt der Fußgänger als “Geradeaus-Verkehr” und hat Vorrang vor dem Abbiege-Verkehr (sprich: dir). So wie manche unversehens im Wohngebiet um die Ecke heizen glaub ich aber nicht, dass sie das wissen. Und da ich keinen Grabstein mit “Er hatte Vorfahrt” will, warte ich da lieber.

    Und letztlich wollen alle dort pünktlich (und unversehrt) zur Arbeit und wieder nach Hause.

    Diese Solidarität und Geduld ist das, was ich sowohl in den Öffis als auch auf den Straßen oft vermisse. Das ist halt ein Vorschuss-Spiel: Ich muss dir Vertrauen entgegenbringen, ohne zu wissen, ob ich das auch heimgezahlt bekomm oder ob du mich ausnutzt. Wenn jeder seinen Egoismus mit “die anderen ja auch” begründet, ist das eben ein Equilibrium, bei dem keiner sein Verhalten ändern will.

    Aber nach dem Grundsatz “Be the change you wish to see” versuche ich trotzdem, positiv zu sein. Gibt genug Groll in der Welt.

    Danke an der Stelle auch für den schönen Austausch. Sowas ist der Grund, warum ich lange Kommentare schreibe: Die Hoffnung, dass ein nettes Gespräch daraus wird.



  • Ich geh solchen Leuten auch meist einfach aus dem Weg, es sei denn ich hab irgendwie selbst Bock auf Konfrontation…

    Vernünftig.

    Warum müssen Leute direkt in den Bus drängeln bevor die Leute raus sind

    “Wenn ich nich ganz vorne bin, sind womöglich die guten Plätze weg bis ich drin bin!”

    Das ist tatsächlich der eine Fall, bei dem ich ungeniert Raunzer verteil oder mich auch mal anrempeln lass um dann anzuscheißen, sie sollen doch erst aussteigen lassen. Die meisten reagieren darauf auch irgendwie schuldbewusst. Ich bin sonst hart People Pleaser, aber bei dieser speziellen Sorte von Drängler werd ich ungemütlich.

    Omas immer direkt am Ende der Rolltreppe stehenbleiben

    Orientierungslos? Unsicher, wo sie hin müssen? Langsame Reaktion auf das wieder-selber-laufen müssen?

    Warum können literally 40% der Leute nicht vernünftig Auto fahren

    Weil die Blechkiste eine räumliche und visuelle Distanz zwischen Menschen schafft, was den Egoismus begünstigt; die Menge der Teilnehmer es erschwert, den Verkehr als soziales Gefüge von Erwartungen und Entscheidungen zu verstehen und als kooperatives Spiel zu behandeln; die hohen Geschwindigkeiten das Risiko durch menschliche Fehler und Selbstüberschätzung deutlich verschlimmern; die Mischung aus niederschwelliger Wachsamkeit und Routine ohne nennenswerte Stimulierung auf dauer ermüdet und strapaziert; das Fahren meist kein Selbstzweck ist und der Wunsch, bald anzukommen, ungeduldig macht; Änderungen an den Regeln des “vernünftig Auto fahrens” nicht bei allen ankommen; schlechte Angewohnheiten oft erst im Krisenfall, wenn überhaupt, erkannt werden; die eigenen Verstöße oder Ungenauigkeiten einleuchten, weil man die eigenen Motive und Gedanken ja kennt, während abweichendes Verhalten anderer oft befremdlich bleibt…

    Weil wir mit einem Minimum an Training auf formelle Tauglichkeit geprüft werden, ohne dass unser langfristiges Fahrverhalten effektiv beurteilt werden kann oder unser intuitives Verständnis für den Sinn der Vorschriften und die Sozialdynamik der Verkehrsteilnehmer regelmäßig nachgeschärft werden, und wir dann ans Steuer tödlicher Maschinen gesetzt werden um durch ein ohnehin schon stressiges Leben zu hetzen, mit Geschwindigkeiten die sowohl das Risiko bei Fehlern erhöhen als auch die Reaktionsfenster verkleinern und somit doppelt gefährlicher werden.

    Fahrrad und E-Scooterfahrer nicht vernünftig nach links und rechts gucken bevor sie über Rot kacheln

    Sie vergessen, dass andere am Steuer tödlicher Maschinen sitzen und mit Geschwindigkeiten etc.

    Keine Ahnung, ich hab mich glaube ich einfach damit abgefunden, dass diese Leute irgendwie Teil der Gesellschaft sind… Kann ja nicht jede:r sauber ticken?!

    Ich glaube, damit lebt man glücklicher. Vor allem, wenn man sich bewusst macht, dass man selber auch Fehler macht, finde ich es leichter, anderen ihre nachzusehen und sie so hinzunehmen. Ich tick auch nicht in allen Dingen perfekt, aber was soll’s? Ich tu mein bestes, und ich glaube, das tun die meisten, auch wenn ich natürlich ihre Fehler viel deutlicher sehe als all die Male, wo sie was richtig machen, Fehler vermeiden oder korrigieren bevor ich sie sehe.

    Klar, gibt auch Arschlöcher und Idioten. Die stehen dann vorm Bus und wollen rein und sind verdutzt, dass ihnen da wer im Weg steht der raus will 😉