KI-generierte „Patriotinnen" pushen AfD-Narrative – und leiten direkt zu Onlyfans weiter. Die neueste rechtsextreme Manipulation: Fake-Influencerinnen, die Deportationsfantasien hinter Sex verschleiern.
Naja, die Argumentation blendet halt den Umstand aus, dass es Fernsehen seit mehr als 70 Jahren gibt, Radio sogar noch länger, und das immer schon so funktioniert hat, dass man sich nicht aktiv um den Inhalt bemühen muss, sogar noch weniger als im (sogar im heutigen) Internet, sondern ausschließlich passiv “zugedröhnt” wurde.
Ich bin natürlich kein Experte für Psychologie, glaube aber nicht, dass das “endlöse Zudröhnen mit Content” an sich ein Problem ist. Das Problem ist, dass im heutigen kommerziellen Internet zu wenig vorhersehbar ist, was wie vielen und welchen Leuten angezeigt wird.
In der analogen Welt konnte jedes Wahlkampfteam relativ einfach beobachten, welche Botschaften die konkurrierenden Wahlkampfteams so unter die Leute bringen. Zeitungen, Werbeplakate, Fernsehwerbung war alles für alle Bürger gleich. Im Internet ist es möglich, Werbung (auch Wahlwerbung) zielgerichtet auf bestimmte Teile der Bevölkerung auszurichten, sodass der restliche Teil der Bevölkerung und auch konkurrierende Wahlkampfteams das vielleicht gar nicht mitbekommen und nicht darauf antworten können. Wenn ich auch grundsätzlich noch immer an die demokratisierende Wirkung des Internets glaube, so anerkenne ich schon, dass das ein gewisses Problem ist.
Deine Aspekte sind auch wahr, aber es sind auch nochmal andere Dimensionen. Auch bei Radio und TV wurden schon ähnliche Probleme benannt; das Fernsehen gilt ja nun wirklich auch nicht als der Zenit der Bildungskommunikation und Adorno hat schon in den 30ern über die Tendenz des Radios gemeckert, dass es das ästhetische Verständnis verwässert. Ich gebe dir recht, dass das mit dem modernen Internet nicht neu ist, aber es ist nochmal eine Steigerung der vorherigen Probleme, statt eine Bekämpfung jener. Bestenfalls war das frühe Internet zu sehr ‘anders’ als das TV, also hat man es mit den heutigen Algorithmen bezüglich des passiven Konsums dem TV angeglichen.
Es sind verschiedene Probleme und vielleicht kann man auch sagen, dass manche Probleme größer und relevanter sind als andere. Aber dass es meinen beschriebenen Effekt gibt, glaube ich schon.
War schön zu lesen zu welch netter Unterhaltung mein blödelwitz euch gebracht hat. Um einen Rahmen zu spannen. Ich sollte wohl besser weiter schlafen. Mal schauen wie die Ökonomie dann in 10 Jahren aussieht.
Naja, die Argumentation blendet halt den Umstand aus, dass es Fernsehen seit mehr als 70 Jahren gibt, Radio sogar noch länger, und das immer schon so funktioniert hat, dass man sich nicht aktiv um den Inhalt bemühen muss, sogar noch weniger als im (sogar im heutigen) Internet, sondern ausschließlich passiv “zugedröhnt” wurde.
Ich bin natürlich kein Experte für Psychologie, glaube aber nicht, dass das “endlöse Zudröhnen mit Content” an sich ein Problem ist. Das Problem ist, dass im heutigen kommerziellen Internet zu wenig vorhersehbar ist, was wie vielen und welchen Leuten angezeigt wird.
In der analogen Welt konnte jedes Wahlkampfteam relativ einfach beobachten, welche Botschaften die konkurrierenden Wahlkampfteams so unter die Leute bringen. Zeitungen, Werbeplakate, Fernsehwerbung war alles für alle Bürger gleich. Im Internet ist es möglich, Werbung (auch Wahlwerbung) zielgerichtet auf bestimmte Teile der Bevölkerung auszurichten, sodass der restliche Teil der Bevölkerung und auch konkurrierende Wahlkampfteams das vielleicht gar nicht mitbekommen und nicht darauf antworten können. Wenn ich auch grundsätzlich noch immer an die demokratisierende Wirkung des Internets glaube, so anerkenne ich schon, dass das ein gewisses Problem ist.
Deine Aspekte sind auch wahr, aber es sind auch nochmal andere Dimensionen. Auch bei Radio und TV wurden schon ähnliche Probleme benannt; das Fernsehen gilt ja nun wirklich auch nicht als der Zenit der Bildungskommunikation und Adorno hat schon in den 30ern über die Tendenz des Radios gemeckert, dass es das ästhetische Verständnis verwässert. Ich gebe dir recht, dass das mit dem modernen Internet nicht neu ist, aber es ist nochmal eine Steigerung der vorherigen Probleme, statt eine Bekämpfung jener. Bestenfalls war das frühe Internet zu sehr ‘anders’ als das TV, also hat man es mit den heutigen Algorithmen bezüglich des passiven Konsums dem TV angeglichen.
Es sind verschiedene Probleme und vielleicht kann man auch sagen, dass manche Probleme größer und relevanter sind als andere. Aber dass es meinen beschriebenen Effekt gibt, glaube ich schon.
War schön zu lesen zu welch netter Unterhaltung mein blödelwitz euch gebracht hat. Um einen Rahmen zu spannen. Ich sollte wohl besser weiter schlafen. Mal schauen wie die Ökonomie dann in 10 Jahren aussieht.
De Ökonomie in 10 Jahren: