

Deine Aspekte sind auch wahr, aber es sind auch nochmal andere Dimensionen. Auch bei Radio und TV wurden schon ähnliche Probleme benannt; das Fernsehen gilt ja nun wirklich auch nicht als der Zenit der Bildungskommunikation und Adorno hat schon in den 30ern über die Tendenz des Radios gemeckert, dass es das ästhetische Verständnis verwässert. Ich gebe dir recht, dass das mit dem modernen Internet nicht neu ist, aber es ist nochmal eine Steigerung der vorherigen Probleme, statt eine Bekämpfung jener. Bestenfalls war das frühe Internet zu sehr ‘anders’ als das TV, also hat man es mit den heutigen Algorithmen bezüglich des passiven Konsums dem TV angeglichen.
Es sind verschiedene Probleme und vielleicht kann man auch sagen, dass manche Probleme größer und relevanter sind als andere. Aber dass es meinen beschriebenen Effekt gibt, glaube ich schon.

Wo würde ein US-amerikanischer Avignon-Gegenpapst am ehesten residieren? Kentucky?