Das könnte der Akzeptanz der Elektromobilität noch ein bisschen mehr Schub geben. Zumal neben dem Einsatz von Energieabhängigkeit als Waffe auch Kuba ja für einige Länder ein weiteres Beispiel ist, warum es gut ist, nicht zu sehr von Treibstoffimporten abhängig zu sein.
Fun Fact: Die Grünen haben in den Achtziger Jahren einen Benzinpreis von fünf Mark pro Liter gefordert.
Übrigens ist das Gerede von sogenannten “Spritpteisbremsen” wahrscheinlich populistischer Schwachsinn. Wir haben es zu tun mit einem Preisanstieg wegen Angebotsverknappung. Die kurzfristige Preiselastizität ist bei Treibstoffen gering (Beispiel wären die Ölpreisspitzen 1974 und 2008), also führt Subventionierung der Nachfrage zu noch höheren Preisen. Sinnvoll höchstens als indirekte Förderung von Elektrofahrzeugen.
Was technisch sinnvoll wäre, wäre eine Reduktion der Nachfrage, also (checks notes) Tempolimits und autofreie Sonntage.
Vielleicht mal anfangen mit einer Ciclovía wie die Sonntags in Bogotá…



In 2017 hatten 53% der Haushalte mit sehr niedrigem ökonomischen Status gar kein Auto. Bei niedrigem waren es immernoch 37%. Gerade für diese Haushalte ist das Deutschlandticket ein richtiger Segen. Damit können sich halt auch die Armen Elektromobilität durch Züge und Busse leisten. Auf lokaler Ebene gilt das auch so ähnlich für Fuss- und Radwege.