Mit Blick auf die geplante Rentenreform hat Kanzler Merz jungen Leuten einen besonderen Tipp mitgegeben: Sie sollten früh damit beginnen, für ihr Alter zu sparen. Mit 50 Euro im Monat ist seiner Rechnung nach eine sechsstellige Altersversorgung drin.
Ich halte die Aussage “sollen früh damit beginnen fürs Alter zu sparen” auch nicht für die einzig wahre Weisheit.
Es ist auch richtig, dass man auch das nötige Einkommen benötigt um nach Steueren, Sozialabgaben und Kosten für Grundbedürftnisse etwas sparen zu können.
Sparen muss dem Wirtschaftskreislauf jedoch nicht zwingend das Geld entziehen. Es muss nur investiert werden. Eine Investition leider auch zu tragendes Risiko. Sofern man den Betrag nicht in bar unter der Matratze parkt, gefährdet es auch keine Arbeitsplätze.
Größere Probleme sehe ich beim Schutz der Rücklagen bei Schicksalsschlägen. Dann schmelzen diese Rücklagen schnell weg.
Im Artikel steht eine dynamisches Renteneintrittsalter über Beitragsjahre. Das ist doch schon mal ein Anfang für eine Mini-Rentenreform. Einwenig Inflation ohne Ausgleichserhöhung bei Pensionen und Renten wird bestehende Rentner an den Kosten beteiligen. Aus der Umlage komplett Aussteigen, wird nicht funktionieren und wäre über das gesamte Land hinweg auch nicht gerecht.
Stimmt theoretisch, praktisch ist das so ziemlich nie der Fall.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, hat zB der Aktienmarkt so gut wie nichts mit Investitionen zu tun.
Wenn eine Firma nicht zufällig gerade eine Eigenkapitalerhöhung macht, sieht sie von dem Geld, das in Aktien(fonds) gesteckt wird, keinen Cent.
Auch Bankkredite werden nicht aus den Einlagen der Kunden finanziert, sondern aus Geldschöpfung per Gegenbuchung bei der EZB.
Direktkredite an Unternehmen oder Aktienkäufe bei Kapitalerhöhungen wären Möglichkeiten tatsächlich Investitionen zu finanzieren aber ich bezweifle, dass hier der Markt groß genug ist, dass ganze Generationen damit für ihre Rente sparen können.
Außerdem, wenn es zu wenig Konsum/ Nachfrage gibt, dann bauen Unternehmen Kapazitäten ab statt zu investieren, was die verfügbaren Investitionsmöglichkeiten noch weiter schrumpfen lässt.