Eine internationale Generationenumfrage hat ergeben, dass für junge Männer "genug für Gleichstellung getan wurde", "Männer diskriminiert werden" und eine "Ehefrau gehorchen soll"
Ich glaube, dass diese Kategorie Männer versus Frauen einfach zu grob schlechtig ist, dort wirklich eine Gerechtigkeit hinzukriegen. Wir haben da ebenfalls das Problem mit Schichten, Klassen und einfach Unterschieden zwischen den individuellen Lebensarten. Wir haben Milieus, in denen die Geschlechtergleichheit in den Partnerschaften schon sehr, sehr gut funktioniert. Und wir haben Milieus, in denen sie noch irgendwie im Mittelalter feststeckt. Und wir haben dann natürlich auch noch eine steigende Anzahl von Singles, wo solche Themen gar nicht diskutiert werden können, weil die Menschen natürlich ohne Partner überhaupt keinerlei unterschiedliche Belastungen innerhalb der Partnerschaft/Familie haben können. Das ist übrigens auch gar keine so kleine Zahl, sondern jeder dritte Deutsche.
Was ich damit sagen will, ist, dass man das Thema, glaube ich, nicht so dual mit Männern versus Frauen betrachten kann. Die Tochter des CEOs hat sicherlich ganz andere Startbedingungen ins Leben, als zum Beispiel ein migrantischer junger Mann aus der Arbeiterklasse oder mit Fluchthintergrund. Da bringt es dann nichts, wenn man dem jungen migrantischen Mann die Wehrpflicht zuschustert, aber nicht tiefer genauer steuert und dann z.B. die CEO-Tochter zur Bundeswehr schickt und ihn nicht.
Und was mich da auch an der Stelle etwas irritiert beziehungsweise ärgert, ist natürlich, dass wir hier eine sehr einseitige Förderung haben. Es ist ja nicht so, dass wir zum Beispiel andere Leute aus benachteiligten Milieus besonders fördern würden, sondern wir machen das irgendwie nur bei Männern versus Frauen. Etwa ein “Menschen mit Migrationshintergrund werden bevorzugt eingestellt”, oder “jüngere Leute werden bevorzugt eingestellt” oder “alte Leute werden bevorzugt eingestellt” ist rechtlich komplett verboten.
Und nochmal, es geht mir wirklich um die rechtliche Ungleichbehandlung. Es ist sicherlich nicht gut, wenn Frauen ihr Studium unterbrechen müssen, um ihre Eltern zu pflegen. Aber es ist ein Unterschied, ob bestimmte Themen wirklich in Gesetze gegossen sind. Frauen, die familiäre Pflege leisten im Studium, könnte man sicherlich anders fördern, als durch eine Wehrpflicht für Männer. Und auch wenn z.B. das Thema Pflege immer als Frauenthema gezogen wird: Es gibt halt auch männliche Einzelkinder. Oder Menschen, die nur Brüder haben. Die trifft das auch.
Ich glaube, dass diese Kategorie Männer versus Frauen einfach zu grob schlechtig ist, dort wirklich eine Gerechtigkeit hinzukriegen. Wir haben da ebenfalls das Problem mit Schichten, Klassen und einfach Unterschieden zwischen den individuellen Lebensarten. Wir haben Milieus, in denen die Geschlechtergleichheit in den Partnerschaften schon sehr, sehr gut funktioniert. Und wir haben Milieus, in denen sie noch irgendwie im Mittelalter feststeckt. Und wir haben dann natürlich auch noch eine steigende Anzahl von Singles, wo solche Themen gar nicht diskutiert werden können, weil die Menschen natürlich ohne Partner überhaupt keinerlei unterschiedliche Belastungen innerhalb der Partnerschaft/Familie haben können. Das ist übrigens auch gar keine so kleine Zahl, sondern jeder dritte Deutsche.
Was ich damit sagen will, ist, dass man das Thema, glaube ich, nicht so dual mit Männern versus Frauen betrachten kann. Die Tochter des CEOs hat sicherlich ganz andere Startbedingungen ins Leben, als zum Beispiel ein migrantischer junger Mann aus der Arbeiterklasse oder mit Fluchthintergrund. Da bringt es dann nichts, wenn man dem jungen migrantischen Mann die Wehrpflicht zuschustert, aber nicht tiefer genauer steuert und dann z.B. die CEO-Tochter zur Bundeswehr schickt und ihn nicht.
Und was mich da auch an der Stelle etwas irritiert beziehungsweise ärgert, ist natürlich, dass wir hier eine sehr einseitige Förderung haben. Es ist ja nicht so, dass wir zum Beispiel andere Leute aus benachteiligten Milieus besonders fördern würden, sondern wir machen das irgendwie nur bei Männern versus Frauen. Etwa ein “Menschen mit Migrationshintergrund werden bevorzugt eingestellt”, oder “jüngere Leute werden bevorzugt eingestellt” oder “alte Leute werden bevorzugt eingestellt” ist rechtlich komplett verboten.
Und nochmal, es geht mir wirklich um die rechtliche Ungleichbehandlung. Es ist sicherlich nicht gut, wenn Frauen ihr Studium unterbrechen müssen, um ihre Eltern zu pflegen. Aber es ist ein Unterschied, ob bestimmte Themen wirklich in Gesetze gegossen sind. Frauen, die familiäre Pflege leisten im Studium, könnte man sicherlich anders fördern, als durch eine Wehrpflicht für Männer. Und auch wenn z.B. das Thema Pflege immer als Frauenthema gezogen wird: Es gibt halt auch männliche Einzelkinder. Oder Menschen, die nur Brüder haben. Die trifft das auch.