Das könnte der Akzeptanz der Elektromobilität noch ein bisschen mehr Schub geben. Zumal neben dem Einsatz von Energieabhängigkeit als Waffe auch Kuba ja für einige Länder ein weiteres Beispiel ist, warum es gut ist, nicht zu sehr von Treibstoffimporten abhängig zu sein.
Fun Fact: Die Grünen haben in den Achtziger Jahren einen Benzinpreis von fünf Mark pro Liter gefordert.
Übrigens ist das Gerede von sogenannten “Spritpteisbremsen” wahrscheinlich populistischer Schwachsinn. Wir haben es zu tun mit einem Preisanstieg wegen Angebotsverknappung. Die kurzfristige Preiselastizität ist bei Treibstoffen gering (Beispiel wären die Ölpreisspitzen 1974 und 2008), also führt Subventionierung der Nachfrage zu noch höheren Preisen. Sinnvoll höchstens als indirekte Förderung von Elektrofahrzeugen.
Was technisch sinnvoll wäre, wäre eine Reduktion der Nachfrage, also (checks notes) Tempolimits und autofreie Sonntage.
Vielleicht mal anfangen mit einer Ciclovía wie die Sonntags in Bogotá…



Immer kommt irgendein Eumel “erstmal muss ÖPNV auf dem Land besser werden”. Ja schon, aber das Land™ wählt ja immer die Partei, die ihren Autos breitere Straßen verspricht ¯\_(ツ)_/¯.
ÖPNV ist kommunale Aufgabe, das kann man so unmittelbar beeinflußen wie nichts anderes. Da kann ich in den Kreistag und rumpöbeln, oder meinem CDU Nachbarn sagen “ey, mach mal besseren Bus”. Aber wenn der Bund oder das Bundesland es “von oben” verordnen, dann rollen gleich die Traktoren bedrohlich und brennen die Misthaufen.
Selbst bei uns in der “Großstadt” (eigentlich Kaff) plakatiert eine FDP “Nur mit uns: keine Straßenbahn” und schneidet deutlich über Durchschnitt ab ¯\_(ツ)_/¯.
Dass die Spritpreise steigen und der Verbrennunsmotor unwirtschaftlicher wird, wird ja eigentlich schon seit mindestens den 70ern erzählt. In der Zeit hätte man ja kommunal progressiv wählen können oder zumindest den konservativen Lieblingsparteien zustecken können, dass sie guten ÖPNV auch supporten sollen. So hängt die Realität “das Land” halt jetzt ab.