Irgendwie ein merkwürdiger Artikel, oder? Da wird ein Artikel aus den USA als Grundlage genommen, der eine Studie aus den USA zitiert. Diese wurde im Auftrag eines Nahrungsergänzungsherstellers “for cognitive support” in Auftrag gegeben:
Are mom, dad, grandma and grandpa “too online”? A new survey looked at how older Americans are using screens and technology — and it turns out their habits may not be so different from their younger relatives.
Commissioned by Centrum Silver a multivitamin supplement for cognitive support, the research set out to learn more about the cognitive abilities as people age. It found the average respondent spends a collective 22 hours per week in front of some type of screen. The Talker Research survey of 2,000 Americans aged 50 and over revealed most of their screentime is used watching TV, followed by searching the internet, playing a game and working on a computer. They also spend time daily talking or videochatting on the phone, scrolling through social media and reading on an e-reader or tablet.
Das ist gar kein Artikel, sondern ein Kommentar, das hat die taz auch so gekennzeichnet, ganz oben: “Kommentar von Uli Hannemann”. Es handelt sich hierbei um ein überholtes Kontrukt aus dem 20. Jahrhundert, damals waren Kommentare bei Zeitungen und auch in Nachrichtensendungen im Fernsehen durchaus üblich. Ein Kommentar ist bewusst subjektiv, anekdotisch und muss sich nicht an journalistischen Standards messen.
Da bin ich anderer Meinung. Wenn man sich in einem Kommentar auf eine Studie bezieht, dann sollte man als Journalist einer großen überregionalen Tageszeitung schon etwas Quellenkritik üben. Sonst ist man Hendrik Broder.
Naja, ich finde diese Form der Kommentare auch nicht wirklich gut, weil sie heutzutage schnell für objektive Wahrheiten gehalten werden können. Ich glaube, da sind wir unterm Strich fast der gleichen Meinung.
Irgendwie ein merkwürdiger Artikel, oder? Da wird ein Artikel aus den USA als Grundlage genommen, der eine Studie aus den USA zitiert. Diese wurde im Auftrag eines Nahrungsergänzungsherstellers “for cognitive support” in Auftrag gegeben:
https://talkerresearch.com/older-americans-screen-habits-mirror-younger-generations/
Stellt sich raus: Die Bildschirmzeit ist größtenteils Fernsehen. 3,1h pro Tag ist jetzt auch nicht hust so viel wie ich habe.
Danke für’s Wühlen in den Quellen.
Das ist gar kein Artikel, sondern ein Kommentar, das hat die taz auch so gekennzeichnet, ganz oben: “Kommentar von Uli Hannemann”. Es handelt sich hierbei um ein überholtes Kontrukt aus dem 20. Jahrhundert, damals waren Kommentare bei Zeitungen und auch in Nachrichtensendungen im Fernsehen durchaus üblich. Ein Kommentar ist bewusst subjektiv, anekdotisch und muss sich nicht an journalistischen Standards messen.
Da bin ich anderer Meinung. Wenn man sich in einem Kommentar auf eine Studie bezieht, dann sollte man als Journalist einer großen überregionalen Tageszeitung schon etwas Quellenkritik üben. Sonst ist man Hendrik Broder.
Naja, ich finde diese Form der Kommentare auch nicht wirklich gut, weil sie heutzutage schnell für objektive Wahrheiten gehalten werden können. Ich glaube, da sind wir unterm Strich fast der gleichen Meinung.