Es ist mal wieder DID!
Ich mache heute kein Projekt, habe aber diesen Monat Immich aufgesetzt. Das ist eine Google Fotos-ähnliche selbstgehostete Fotoapp und ich muss sagen: Ich bin begeistert. Hat gut funktioniert, die Einrichtung war schnell, der Updateprozess ist einfach und das Programm macht einen wahnsinnig professionellen Eindruck. Es mappt dir deine Fotos auf eine Karte, macht sogar eine Verschlagwortung und Gesichtserkennung auf lokaler Basis und ist wirklich eine hervorragende Alternative. Kann ich euch nur empfehlen.
Mein Projekt war es, Code zur Nextcloud Android App beizusteuern. Nutze ich mehrmals täglich und daher ist es maximal berreichernd, dort Kleinigkeiten zu verbessern.
Diesen Monat war mein DID-Projekt, mir ne Lemmy-Instanz aufzusetzen und mich von Reddit zu verabschieden. Bin quasi #neuhier ;-)
Ich bin zwar IT mäßig fit, habe aber keine Erfahrung mit der Administration von Servern etc.
Ich hätte gerne einen Server, auf dem ich Daten wie Fotos und Papierkram sichern kann. Ca 3 TB wären super.
Hälst du es für realistisch, dass ich mir sowas ohne große Vorkenntnisse einrichten kann?
Wie viel muss man da an monatlichen Kosten ungefähr einplanen?
Würde mich freuen, da eine Einschätzung von jemandem zu bekommen, der oder die das ungefähr einschätzen kann.
Ich empfehle gerne Nextcloud. Kann man selbst hosten, lokal im Heimnetz oder auf einem gemieteten Server. Wenn du es ins Internet hängen willst und bereit bist, ein wenig Autonomie abzugeben, dann miete eine sogenannte Managed Nextcloud, z.B. Hetzner Storage Share. Null Installationsaufwand, nahezu Null Wartungsaufwand und deutlich niedrigere Kosten pro Terabyte, als wenn du einen “all purpose” Server buchst um darauf selbst Nextcloud zu hosten.
Ich kann dir etwas über mein kleines Setup erzählen. Ich habe hier zwei Thinclients stehen. Einer reicht für dich aber vollkommen aus, ich hab den zweiten nur, weil ich ein dekadenter Typ spätrömischer Art bin. Deine Anwendungsfälle kriegst du mit einem Gerät gut hin. Gerade wenn du die ganzen Sachen nur selbst nutzt oder im engen Familienkreis, kann jeder noch so kartoffelige Rechner das wuppen. Selbst mit so Gurken wie einem Raspi kommst du erstaunlich weit - du schaust dir ja nicht ständig haufenweise Fotos gleichzeitig an oder bearbeitest täglich Papierkrams wie die Posteingangsstelle der Barmer-Versicherung. Die Server selbst haben mich persönlich nichts gekostet, dürften allerdings, wenn du sie gebraucht kaufst, je nach der aktuellen RAM-Lage so 100 bis 150 Euro kosten. Ist halt ein HP Mini bzw. ein Thinkcentre. Darauf läuft ein Proxmox und das ist eine ganz hervorragende Software auch für dich.
Zu den Kosten: Ein Server futtert im Idle Modus circa zwölf Watt. Und ja, meistens idlet der vor sich hin. Selbst wenn ich meine größere Jellyfin-Bibliothek streame, ist das einem modernen Rechner so absolut total egal, wenn er ein MP3 über 3 Minuten ins Internet laden muss. Da lacht ein Rechner aus diesem Jahrtausend drüber.
12 Watt sind eine relativ egale Menge an Strom. Du kannst dir das ausrechnen, aber am Ende des Tages landet das bei 30-50 Euro Strom pro Jahr. Wenn du Solar/Balkonsolar hast, dann deutlich weniger.
Ich gönne mir auch noch einen kleinen VPS in Kanada als Backup mit 2TB Speicher. Den hab ich jetzt nicht als Server aufgesetzt, weil zu faul, aber am Ende müsste der es auch packen, dir ein Paperless zu hosten. Das kostet mich 4 Dollar im Monat.
Oder anders gesagt: Für unter einen Döner im Monat bist du dabei.
Immich
Krass. Hab’s grad getestet (gibt ne Demo-Version online) und das hat sogar ne Suchfunktion. Habe “waterfall” eingegeben und es hat alle Bilder mit Wasserfall angezeigt.
Das ist noch nix. Ich gebe ein: “<Name des Kindes> on swing”, “<Name des Hundes> on leash” und kriege… Naja, genau das. Beachtlich: “<Name des Kindes> on playground” zeigt mir auch genau das an, heißt: Die semantische Suche hat ein grobes Konzept davon, dass “Spielplatz” bedeutet “Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste”.
Habe Immich seit bald zwei Jahren hier laufen und 'ne Serverlizenz gekauft, um das Projekt zu unterstützen. Es ist mit das geilste Stück Software, das mir seit langem untergekommen ist.
Mein heutiges Projekt ist: einen Feddit Account anzulegen. :)
Cool! Immich ist bei mir auch auf der Liste.
Ich habe die letzten zwei Wochen damit verbracht einen Matrix Homeserver für meine Freundys und mich einzurichten. Gestern konnte ich meine Discord Gaming Buddies auf den Matrix Server umziehen. Wir haben dann den Abend in einem Gruppenanruf verbracht mit Screen Sharing. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Was ich mir noch wünschen würde ist Kontrolle über die Qualität der Bildübertragung.
https://fluxer.app/ ist auch eine gute Alternative zu Discord.
Ui, das hatte ich mir auch für letzten Monat vorgenommen. Ich mache das über Docker, bin aber an irgendwelchen Python-Errors gescheitert und habe das erstmal auf Eis gelegt. Vielleicht ja im März. Hast du ein gutes compose file / Anleitung o.ä.?
Ich habe meinen Discord Account gelöscht. :)
Frage: Was ist ein guter deutscher Hoster der Nextcloud anbietet? Ich weiß dass man das auch selbst hosten kann, aber ich bin zu faul dafür.
Wenn der Anbieter sicher & zuverlässig ist dann werde ich auch gerne dafür Geld ausgeben.
Ich bin an der nextcloud installation gescheitert und nutze jetzt erstmal proton drive.
Proton Drive nutze ich auch und ist gut.
Mir gehen die Tasks aus. Ich hab mittlerweile alles self-hosted, open source und Europäisch. Irgendwie langweilig und unbefriedigend, dass ich nicht mehr mitmachen kann…
Next stop: Selbst zum Open Source Contributor werden. Such dir das Projekt mit bestem Verhältnis von persönlichem Verbesserungswunsch zu Programmieraufwand und los geht’s 😉
Same. Habe selbst den Windows Dual Boot letzten Monat abgeschaltet und durch Bazzite Linux ersetzt.
Einzige offene Flanke sind bei mir noch Zahlungsmittel: PayPal-Account und VISA-Karte. Ich hätte beides längst gern ersetzt, aber
- Klarna hat noch keine hinreichende Marktbreite (und will zur bloßen Account-Erstellung eine Telefonnummer, mit der sie sich zum Teufel scheren können)
- Wero ist noch nicht da, wo es sein müsste.
Falls jemand Tipps hat: Immer gern! ;)
Glückwunsch, kein Android oder so noch im Einsatz? :D
Von iOS zu Graphene OS gewechselt vor ein paar Monaten. Derzeit auf nem geschenkten Pixel 6 weil ich Google kein Geld geben will für Hardware.
Und, jetzt mal hand aufs herz: wie läufts? Banking App? BundID? Sonst so? Überlege auch immer, aber bin noch unschlüssig.
Alles super. Mein hauptprofil hat tasächlich nur FOSS Apps für alles was ich täglich brauche, kein play store kein Aurora Store, alles per obtainium installiert. GPS ist auf dem Profil auch dauwrhaft aus.
Dann habe ich ein Profil für Banking und Shopping Apps mit Play Store. Hier funktioniert auch alles was ich brauche, das Profil öffne ich nur Kurzzeitig wenn ich mal eine von den Apps brauche.
Dann habe ich noch ein Profil mit GPS für Navigation und Public Transit Apps, diese Profil nutze ich nur wenn ich Auto fahre und GPS brauce oder wenn ich im ÖPNV EasyRide/Fairtiq nutze.
Alles läuft top.
Überlege mir noch eine Garmin Smartwatch für NFC payments über Garmin Pay zu kaufen, das soll ohne Probleme mit Graphene OS als Host laufen.
Ich hab mir comaps installiert als Google Maps Alternative. Für meine lokalen Bedürfnisse klappt es schon gut, ich bin aber etwas unsicher, was ich bei langen Autofahrten machen werde. Da hilft es schon sehr, dass google maps auch Verkehrslage mit einbezieht
Ich habe mir Mapy installiert. Ist zwar nicht FOSS, aber europäisch. Ich habe es ehrlich gesagt noch nicht darauf getestet, wie gut die Verkehrsdaten sind.
Magic Earth https://www.magicearth.com/ verspricht Navigation mit aktueller Verkehrslage und respektvollen Umgang mit der Privatsphäre.
Ich habe keine Erfahrung mit Magic Earth im Strassenverkehr und kenne den Ruf dieser App nicht aber vielleicht ist das was für dich.
Ich nutze ausschließlich Magic Earth für die Navigation. Die Tatsache, dass ich hier bin, sagt alles. :D Funktioniert wunderbar, selbst die Live-Verkehrsdaten und Umleitungen.
Magic Earth hat auf ein Abo-Modell umgestellt, wenn man Offline-Karten haben will. Dafür ist die Bedienung besser geworden, also nicht so schlecht.
Abo-Modell = 1 EUR. Das ist mehr als fair für das, was sie bieten. Wenn wir nicht für Software zahlen, suchen Unternehmen sich die üblichen Routen zur Monetarisierung: Überwachungskapitalismus, Werbe-Kacke.
Einziges Problem mir ihrem Abo-Modell: Nur zahlbar über Google Pay. Nutze ich nicht, werde ich nicht nutzen, denn kann ich (auf degoogled Android) nicht nutzen.
Naja, früher hatten sie die App kostenlos gemacht, um ihre Technik für andere Branchen zu verkaufen und dabei eine gute Datenbasis zu haben.
Scheint so als wäre das Geschäftsmodell gescheitert.
Was spricht gegen OsmAnd ?
Ich weiß die Routenplanung dauert etwas weil halt offline aber damit kann man find ich leben
Hat OsmAnd das feature? Wird aus der Website für mich so nicht ersichtlich. So wie ich es verstehe haben sie nur recht statische Sachen wie z.B. tempo limit
Egal, ob man KI hasst oder nicht, man wird sich damit abfinden müssen, dass LLMs gekommen sind, um zu bleiben. Sehe ich erstmal auch als gar nicht kritisch an, weil das für mich einfach nur ein Werkzeug ist, mit dem ich (sehr gut) natürliche Sprache in Maschinensprache übersetzen und dann damit arbeiten kann. Für mich also etwas, nach dem ich lange gefragt habe.
Nicht gefragt habe ich nach der nächsten Welle von Blackbox-Monopolisten und besonders nicht, dass Namen wie Microsoft sich da erneut aufzwingen. Deswegen arbeite ich an Infrastruktur, diese Technologie auch im größeren Stil (sprich Firmen und Organisationen) selbst zu hosten und zu kontrollieren. Daran arbeite ich heute weiter.
Positiver Nebeneffekt: man hat die Chance, Leute vom Hypetrain zu ziehen und zu erklären, was das eigentlich genau ist. Wenn man dabei sachlich und technisch/faktenorientiert redet, dann hört einem meiner Erfahrung nach eigentlich jeder zu, egal ob erbitterter Gegner oder KI Bro, und wo ich dabei eigentlich stehe, ist dann zu meinem Glück auch egal, weil ich halt nur Technologie erklären muss.
Was machst du denn da genau? Selfhosting von freien KI-Modellen?
Ja, aber weit darüber hinaus, sowas kann ja z.B. ein Ollama auch. Ich kümmere mich hauptsächlich um die Infrastruktur in größeren Unternehmungen, wo es dann auch um Load Balancing, Skalierbarkeit und Wolkenkram geht.
An einem Sonntag? Zoll ist informiert! /s






