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Weimer weiß also nur, dass observiert wurde und Aktennotizen existieren. Wenn das reicht, geschäftsschädigende Verdächtigungen in die Welt zu setzen, handelt Weimer im Geist des Polizeirats Knarrpanti aus E.T.A. Hoffmans „Meister Floh“. Der meinte einst, wenn ein Verbrecher ermittelt worden sei, finde sich das Verbrechen von selbst. Welche Gefahren für die Verfassung allerdings von Lesungen und Buchbestellungen ausgehen sollen, müsste Weimer den Bürgern schon erklären. Die Auskunft, es liege „etwas“ vor, verkauft sie für dumm.
Nach dem törichten Vorgehen im Fall der Berlinale und ihrer Chefin, als Weimer um die politische Ohrfeige, die er am Ende erhielt, nachgerade zu betteln schien, ist das binnen Kurzem der zweite Unfall seiner Amtsführung im Bezirk der Meinungsfreiheit. Deren Weite liegt ihm angeblich am Herzen. Er scheint aber keinen Begriff von ihr zu haben und zerschlägt deshalb fortlaufend Porzellan. Es ist nicht die Weltkugel, die schwankt, und nicht die Verfassungstreue der Buchhändler, sondern die Gesinnung des Ministers.
Wie tief musst du ins anti-demokratische Klo gegriffen haben damit sich ausgerechnet die FAZ schützend vor 3 linke Buchhandlungen stellt?
Das habe ich mir auch gerade gedacht. So unbeliebt zu sein, dass die Zeitungen, die sonst scheinbar jeden Mist mittragen, Ohrfeigen austeilen ist schon eine Leistung.
Der einzige lesenwerte Teil der FAZ -> das Feuilleton
Hab auch zweimal auf den Link geguckt, weil ich mir bei dem Inhalt sicher war, dass da taz und nicht faz steht
er zweite Unfall seiner Amtsführung im Bezirk der Meinungsfreiheit.
Unfall impliziert ein Versehen, Unaufmerksamkeit oder ähnliches. Ich bezweifle, dass das keine Absicht ist.
Die dritte, in Berlin, heißt „Schwankende Weltkugel“, das ist doch unglaublich. Das muss dringend observiert werden, dachte der Verfassungsschutz. Denn wenn die Weltkugel schwankt, schwankt die Verfassung ja gleich mit. Und das darf keinesfalls geschehen.
Polwanderung betritt den Raum





