Der Grund für die schlechte Laune in der Gesellschaft ist der Mangel an öffentlich sichtbaren gesellschaftlichen Errungenschaften. Die Sachen die Einzelpersonen nicht selber machen können aber nutzen und nur durch Gesellschaft funktionieren - wie Kultur, Sport, Infrastruktur, Öpnv, etc. Hier kämpft der Staat darum überhaupt den Status quo zu halten bzw. hat das schon aufgegeben. Der Bereich des Lebens wo es Neuerungen gibt ist der privatwirtschaftliche. Und damit der, der vom persönlichen Einkommen abhängt und damit A) bei weitem nicht für alle verfügbar ist und b) sich nicht als Errungenschaft der Gruppe anfühlt. Man kann dazu nicht sagen:“Wir haben das geschafft.”
Was denken andere dazu?


Ich würde der falschen Dichotomie nicht folgen, dass etwas entweder staatliche Aufgabe ist oder Sache der Privatwirtschaft ist. Gerade Sport und Kultur ist viel “unwirtschaftliches” Engagement. Also Leute, die sich ihre Samstage um die Ohren schlagen um irgendein Turnier auszurichten. Das scheitert seltener daran, dass keine Sporthalle vorhanden wäre sondern daran, dass keine den Sportwart machen will, weil ist ja Arbeit.
Ja das ist Arbeit und unser System erzieht uns, das man immer einen Eigennutz herausholen soll und belohnt wird nur wer wirtschaftlich und nicht sozial handelt. Das isoliert die Menschen, ganz im Gegenteil zu ihrer egtl sozialen Natur.