Ich finde Aladin El-Maafalani hat das in seinem kurzem, sehr lebenswerten Buch anschaulich beschrieben:
Unsere komplexe Gesellschaft mit ihrem Institutionen kann nicht mehr von Grund auf verstanden werden. Darum müssen wir darauf vertrauen, dass sie funktionierten und sich selber kontrollieren. Manchen Menschen macht das Angst, sie fühlen sich unwohl und werden misstrauisch, wenden sich ab. Über Social Media und Abwertung durch den Rest der Bevölkerung radikalisieren sie sich und schließt sich als destruktive Glaubensgemeinschaft zusammen, weil die Annahme “alles wird schlechter” Klarheit in ein überkomplexes Leben bringt.
Ich meine, geht mir halt auch so. Bin auch wütend. Aber irgendwie erklärt das auch nicht so gut, warum dann so viele Leute wütend auf random Sachen sind, statt auf die Verantwortlichen.
Ich sehe das ähnlich, wie wenn wieder mal irgendwer mit “NeIdDeBaTtE” um die Ecke kommt: Neid, Wut, das sind menschliche Gefühle. Wenn große Teile der Gesellschaft neidisch oder wütend sind, dann haben sie dafür vielleicht auch einen Anlass. Dann läuft irgendwas verkehrt.
Ich gehe ja so weit und teile sogar die grundlegende “Analyse” des durchschnittlichen AfD Wählers im Sinne von “die da Oben verarschen uns”, ich verstehe halt nicht, warum “und weil die da Oben uns verarschen, knüpfen wir jetzt Arbeitslose und nicht deutsch gelesene Menschen auf” irgendwie Abhilfe schaffen soll.
Edit:
die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht
Ich finde Aladin El-Maafalani hat das in seinem kurzem, sehr lebenswerten Buch anschaulich beschrieben:
Unsere komplexe Gesellschaft mit ihrem Institutionen kann nicht mehr von Grund auf verstanden werden. Darum müssen wir darauf vertrauen, dass sie funktionierten und sich selber kontrollieren. Manchen Menschen macht das Angst, sie fühlen sich unwohl und werden misstrauisch, wenden sich ab. Über Social Media und Abwertung durch den Rest der Bevölkerung radikalisieren sie sich und schließt sich als destruktive Glaubensgemeinschaft zusammen, weil die Annahme “alles wird schlechter” Klarheit in ein überkomplexes Leben bringt.
Ich meine, geht mir halt auch so. Bin auch wütend. Aber irgendwie erklärt das auch nicht so gut, warum dann so viele Leute wütend auf random Sachen sind, statt auf die Verantwortlichen.
Ich sehe das ähnlich, wie wenn wieder mal irgendwer mit “NeIdDeBaTtE” um die Ecke kommt: Neid, Wut, das sind menschliche Gefühle. Wenn große Teile der Gesellschaft neidisch oder wütend sind, dann haben sie dafür vielleicht auch einen Anlass. Dann läuft irgendwas verkehrt.
Ich gehe ja so weit und teile sogar die grundlegende “Analyse” des durchschnittlichen AfD Wählers im Sinne von “die da Oben verarschen uns”, ich verstehe halt nicht, warum “und weil die da Oben uns verarschen, knüpfen wir jetzt Arbeitslose und nicht deutsch gelesene Menschen auf” irgendwie Abhilfe schaffen soll.
Edit: