Der Iran hat offenbar begonnen, die Strasse von Hormus zu verminen. Das bedeutet, die Weltwirtschaft muss sich für viele Monate auf stark steigende Preise für Öl, Gas und Düngemittel einstellen - und natürlich Dinge die davon besonders viel als Vorprodukte brauchen.
Die Hoffnung, das Öl und Gas ewig billig bleiben, ist anscheinend gealtert wie Milch.
Länder in Ostasien wie Thailand reagieren bereits darauf: Home Office, Viertagewoche, Reduktion von Klimatisierung, Schließung bestimmter öffentlicher Einrichtungen. (Edit:) Dänemark auch, allerdings mit Appellen.
Was sind eure persönlichen Massnahmen und Strategien?


Ich mache im Endeffekt das, was ich auch schon seit dem Ukraine Krieg mache. Wir haben damals Solar auf das Dach gebaut und das produziert ein Großteil unseres Stromverbrauches. Die alte Ölheizung kriegen wir aus Gründen aktuell nicht ersetzt, aber aktuell läuft hier zum Beispiel ein Heizlüfter statt der Heizung und der Heizlüfter wird mit Solar betrieben. Zur Arbeit fahre ich mit dem Fahrrad oder mit dem Bus.
Das hilft, ist aber natürlich nur ein Pflaster auf die Wunde. Alles hängt an fossilen Energien. Jede Firma muss ihre Produkte transportieren. Die Landwirtschaft düngt mit Erdölprodukten. Und man kann davon ausgehen, dass uns jetzt demnächst ein größerer Inflationsspike trifft, und tragischerweise wird natürlich auch keine Tarifverhandlung das ausgleichen, weil alle Firmen gerade ächzen. Bei uns auf der Firma geht es gerade auch wild her und es ist einfach eine absolute Katastrophe. Da hilft es dann auch nicht, wenn man die alte Glühbirne im Flur zehn Jahre zu spät gegen eine LED austauscht.
Das soll jetzt nicht übermäßig pessimistisch wirken. Auch kleine Dinge helfen, also baut euch Balkonsolar, schaut, dass ihr ohne Fossil zur Arbeit kommt, meistens geht es doch mit dem Fahrrad, guckt nach den E-Vespas oder ob ihr vielleicht doch eine Strecke mit dem Zug fahren können. Prüft, ob eine Wärmepumpe interessant ist, dämmt eure Fenster, guckt was ihr tun könnt, denn auch kleine Sachen helfen nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch vor allen Dingen dem Klima.