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Cake day: February 1st, 2026

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  • Ich denke es gibt drei wichtige Faktoren:

    1. die Anschaffungskosten. Gab zwar immer mal Förderungen, aber der Invest war eben trotzdem oft höher als beim Diesel. Das ist ein gewisses unternehmerisches Risiko, auch wenn man zukünftige Einsparungen eigentlich gut kalkulieren kann.
    2. Ladeinfrastruktur. Ist öffentlich immer noch auf einigen Langstreckenrouten mangelhaft für LKW. Machbar klar, aber muss man wollen. Bei lokalem Verteil- oder Pendelverkehr wäre Infrastruktur in den Hubs sinnvoll. Die ist aber oftmals (noch) nicht vorhanden, teilweise sogar ohne Verschulden der Logistiker, weil die Netzanschlüsse einfach nicht kurzfristig ausgebaut werden können. Und selbst wenn, muss man neben dem Tagesgeschäft erstmal investieren. Alternativ muss am Ende der Schicht öffentlich geladen werden. Ebenfalls möglich, erfordert aber Anpassungen am Ist-Betrieb und entsprechende Planung.
    3. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist der Anteil an klischeehaften alten, weißen Männern mit „das haben wir schon immer so gemacht“-Mentalität in der deutschen Logistikbranche hoch. Man sollte meinen, dass Geschäftsmänner knallhart kalkulieren und emotionslos entscheiden. Leider gibt es auch hier sehr viele, die nach Bauchgefühl und politischer Einstellung handeln (und falls es schief geht nach Subventionen und Rettung schreien). Gerade bei den Wählern von „Wirtschaftsorientierten“ Parteien erlebe ich in der Realität eine erschreckend starke Vollkaskomentalität.